Grube Steimel

Die Verbundgrube Steimel lag in Neunkirchen im Kreis Siegen-Wittgenstein und war ab 1895 unter dem Namen „Freier Grunder Bergwerksverein“ bekannt.

Geschichte

Wegweiser im WaldBereits vor 1812 wurde „auf dem Steimel“ (Höhe: 450 m über NN) Eisenerz abgebaut. 1874 wurde die Grube mit der benachbarten Grube Ende, die ihre Ersterwähnung 1827 hatte, konsolidiert. Im gleichen Jahr wurde der erste Schacht abgeteuft. Schacht I war 627,3 m tief. 1885 waren bei 125 m Teufe drei Sohlen angelegt: 50 m, 80 m, 120 m. Im selben Jahr betrug die Förderung 10.268 t Spateisenstein. 1895 fand eine große Konsolidation statt. Mehrere Gruben (unter anderem Steimel, Ende, Frauenberger Einigkeit) wurden zum Freien Grunder Bergwerksverein zusammengeschlossen. In der Gemarkung des Ortes Salchendorf wurde 1890 der zweite Schacht, der Kaiser-Friedrich-Schacht, abgeteuft. Der Schacht erreichte eine Teufe von 600 m. Am 22. November 1928 wurde die Grube stillgelegt, am 31. Dezember 1931 wurden die letzten Gebäude abgerissen. 300 Belegschaftsmitglieder zählte der Steimel und war die zweitgrößte Grube der Gemeinde Neunkirchen nach Pfannenberger Einigkeit. Bis zur Konsolidation 1895 wurden 408.000 t Eisenstein gefördert, bis zur Stilllegung 1931 864.348 t. Das Gangmittel der Grube war 120 m lang und 2–4 m, teilweise bis zu 10 m mächtig. Ausgefüllt war es mit Braun- und Spateisenstein mit Kupferkies. Heute befindet sich „auf dem Steimel“ ein besonders bei Wanderern beliebtes Ausflugslokal. 2003 kam es rund um die Gebäude zu Tagesbrüchen durch alte einstürzende Stollen. Das Verfüllen dauerte Monate und kostete etliche Tonnen Beton als Verfüllmaterial.

aus Wikipedia